Was löst eine allergische Bindehautentzündung aus?

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Pünktlich zur Pollenflugzeit leiden nicht nur viele Menschen unter einer laufenden oder verstopften Nase, sondern die Pollen treiben ihnen sprichwörtlich auch die Tränen in die Augen. Dabei kommt es neben einem verstärkten Tränenfluss auch zu Juckreiz, Brennen oder Schwellungen, den typischen Symptomen einer allergischen Bindehautentzündung.

Aber nicht nur Pollen lösen die auch als allergische Konjunktivitis bezeichnete Erkrankung aus. Auch andere Substanzen wie Hausstaubmilben, Tierhaare, Kosmetika, Medikamente oder sogar Kontaktlinsen können Auslöser einer allergischen Bindehautentzündung sein. In jedem Fall ist die eigentliche Ursache eine Überreaktion des menschlichen Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe. Dabei setzt der Körper nach Kontakt zu den Allergieauslösern Antikörper und entzündungsauslösende Botenstoffe wie Histamine frei, die die typischen Symptome hervorrufen. Im Gegensatz zu der meist einseitig auftretenden eitrigen Bindehautentzündung ist die allergische Konjunktivitis jedoch nicht ansteckend.

Vermeiden der Auslöser und Medikamente verschaffen Linderung

Meist verläuft eine allergische Bindehautentzündung harmlos und lässt sich mit einfachen Verhaltensregeln und Medikamenten lindern. Trotzdem sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, um Komplikationen zu vermeiden und andere Ursachen auszuschließen. Hilfreich ist außerdem ein Allergietagebuch, in das notiert wird, unter welchen Umständen die Symptome verstärkt auftreten. Bei einer saisonalen Bindehautentzündung, die durch Pollen verursacht wird, treten die Beschwerden meist nach einem Aufenthalt im Freien auf. Pollenflugkalender können hier neben Allergietests Aufschluss über mögliche Auslöser geben. Tritt die allergische Bindehautentzündung hingegen ganzjährig auf, sind wahrscheinlich Tierhaare oder Hausstaubmilben die Ursache.

Einfachstes Mittel gegen eine allergische Bindehautentzündung ist es, die entsprechenden Allergene zu meiden. Da das jedoch nicht immer möglich ist, stehen auch eine Reihe von Hilfsmitteln wie spezielle Staubsauger fürs Parkett und Medikamenten zur Verfügung, die die Symptome lindern. Neben Homöopathika bieten vor allem Antihistaminika als Augentropfen oder in Tablettenform Hilfe. Bei besonders schweren allergischen Reaktionen können kurzfristig eingesetzt auch kortisonhaltige Präparate Linderung verschaffen. Als ursachenbezogene Therapie ist gegenwärtig nur eine Desensibilisierung über den Arzt beziehungsweise Allergologen möglich.

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