Ist Sushi wirklich so gesund wie allgemein behauptet wird?

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Es wird oft gesagt, dass Sushi zu den nährwertesten und gesündesten Lebensmitteln gehört. Nun, fragt man sich als Verbraucher natürlich, was diese köstlichen Mini-Röllchen so gesund macht. Ist das der Fisch, der nicht nur zahlreichen Proteine, sondern auch wertvollen Mineralien und die Omega-3-Fettsäuren in sich trägt? Ist es vielleicht der Reis, der zu den kalorienarmen Kohlenhydrate-Lieferanten zählt und den Körper zudem mit Ballaststoffen versorgt? Oder sind es die Algen, die jodhaltig sind und damit für die Unterstützung der Schilddrüse-Funktionen sorgen? Nun, irgendwie ist es alles zusammen. Die Kombination aus Reis, frischem Fisch, Algen und Gemüse bzw. Obst macht die leckeren Röllchen zu einer wertvollen Nahrung, mit einem großen Anteil an Vitaminen, Mineralien, Proteine und Kohlenhydrate.

Aber Vorsicht! Nicht nur positive Eigenschaften sollte man dem Sushi zuordnen. Bei bestimmten Krankheiten sowie in bestimmten Lebenssituationen sollte man auf diese Köstlichkeit aus dem Fernen Osten lieber gänzlich verzichten.

Beispiel 1: Roher Fisch

Nun, lecker ist er allemal. Lachs, Aal oder Thunfisch – diese schmackhaften Geschenke des Meeres lassen bei vielen Fisch-Fans gleich das Wasser im Munde zusammenlaufen. Und es spricht erstmal auch nichts dagegen, dann Fisch ist reich an Eiweiß, der sehr wichtig für den Körper ist, unter anderem für Muskelaufbau. Auch Omega-3-Fettsäuren hat der Fisch zu bieten. Diese sind gut für das Gehirn und können uns zudem von den Erkrankungen der Gefäße und des Herzens schützen. Auch Mineralien haben die Bewohner des Wassers reichlich in sich. Also in allen Punkten absolut empfehlenswert. Worauf man beim Fisch aber ganz besonders achten muss und was ihn unter Umständen auch gefährlich für die Gesundheit machen kann, ist die Frische. Dann im Fisch können sich rasch krankheitserregende Keime und Bakterien ansiedeln. Listerien, Salmonellen und andere Erreger können schnell zu einer Lebensmittelvergiftung führen. Auch Würmer-Befall ist beim Fisch oft nicht ausgeschlossen.

Da die Ansteckung mit Listerien bei Schwangeren sogar zu Fehlgeburten führen kann, sollten Frauen in diesem sensiblen Zustand gänzlich auf Sushi-Genuss verzichten. Sonst gilt: Sushi immer nur frisch genießen und auf die Qualität des Restaurants achten!

Beispiel 2: Reis

Ob gleich der Reis oft als leichte Nahrung bezeichnet wird, ist er dennoch reich an Kohlenhydraten. Natürlich sind diese wichtig für den Körper, da sie für die schnelle Energiezufuhr sorgen. Bei übermäßigen Genuss neigt unserer Körper aber dazu, die überschüssigen Kohlenhydrate schnell in Fettpölsterchen umzuwandeln. Wer also auf eine schlanke Linie wert legt, sollte beim Sushi-Genuss auf keinen Fall übertreiben, denn so “leicht” sind die japanischen Häppchen auch wieder nicht.

Beispiel 3: Algen oder Nori

Da die Noriblätter einen hohen Jod-Anteil haben, sollten Menschen, die an einer Schilddrüsenüberfunktion leidet vorab unbedingt ihren Arzt konsultieren. Die Übermenge des Jods kann nämlich zur Verschlimmerung der Krankheit führen.

Es gilt also: Immer auf die Qualität und Frische des Sushi achten, nur in Massen genießen und bei Vorerkrankungen sicherheitshalber den Arzt befragen. Und so können Sie sich dem Genuss des Leckerbissens aus Japan gänzlich hingeben und sogar etwas Gutes für Ihren Körper tun. In diesem Sinne – Guten Appetit!

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