Rotaviren-Impfung – was ist das?

Foto: © Claudia Hautumm / PIXELIOWas sind Rotaviren?
Rotaviren sind hochansteckend, leicht übertragbar und breiten sich schnell aus. Sie sind die häufigste Ursache für schwere Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kindern und übertragen sich von Mensch zu Mensch (meist durch Schmierinfektion). Betroffen sind mehr als 90 Prozent der Kinder in den ersten drei Lebensjahren, die sich im Kindergarten anstecken. (Lebens-)Gefährlich wird das Rotavirus dabei, wenn es durch den Durchfall zu einem hohen Flüssigkeitsverlust kommt.

Wann sollte gegen Rotaviren geimpft werden?
Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt die Impfung für Säuglinge, die vermehrt Kontakt zu anderen Kindern haben, z.B. im Kindergarten / Kindergrippe. Eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung sei sinnvoll.

Wie wird geimpft?
In Deutschland sind seit 2006 zwei Schluckimpfstoffe gegen Rotaviren zugelassen. Es handelt sich dabei und eine Schluckimpfung (oral) mit einem Lebendimpfstoff, der lebende Erreger enthält, die aber abgeschwächt sind und keine Krankheit mehr auslösen können.

Verabreichung: die erste Dosis ab der vollendeten sechsten Lebenswoche, die letzte Dosis (je nach Hersteller die zweite oder dritte) muss vor Ende der 24. bzw. 26 Lebenswoche erfolgen. Der Impfschutz selbst soll laut Robert Koch-Institut etwa zwei bis drei Jahre halten (ausreichend für die kritische Zeit bei Kleinkindern).

Wirksamkeit: Die Wirksamkeit beider Impfstoffe wird als hoch beschrieben. Die Effektivität der Impfung lag in den Zulassungsstudien bei ca. 96 bis 98 %.

Foto: © Claudia Hautumm / PIXELIO

Verwandte Artikel:

Tags: , , , , ,

Kommentieren